Air Supply     Grundwissen     1.2. Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Kondensat
Luftfeuchtigkeit, Taupunkt und Kondensat

Luftfeuchtigkeit

Die Umgebungsluft enthält immer eine gewisse Menge Wasserdampf. Die Größe zur Beschreibung des Gehalts ist die Luftfeuchtigkeit. Diese wird in g/m³ angegeben. Die maximale Menge an Wasser, die die Luft aufnehmen kann, ist temperaturabhängig. Bei 20° C können beispielsweise max. ca. 17g Wasser in 1 m³ Luft enthalten sein. Nach dem Abkühlen der Luft auf 5° C können nur noch ca. 7g/m³ aufgenommen werden – die übrigen 10g würden als Kondensat ausfallen. Dieser Umstand hat einen positiven und einen negativen Effekt: Zum einen kann man Luft also abkühlen, um sie zu trocknen, zum anderen fällt beim Transport der Luft durch Leitungsabschnitte mit unterschiedlichen Umgebungstemperaturen unerwünschtes Kondensat in den Leitungen an. Das Diagramm gibt einen Eindruck von der Temperaturabhängigkeit der maximalen Wassermenge in der Luft.



maximale Wassermenge in der Luft in Abhängigkeit zur Lufttemperatur


Taupunkt

Die in normaler Umgebungsluft tatsächlich enthaltene Wassermenge (absolute Luftfeuchtigkeit) liegt in aller Regel unter der maximal möglichen. Kühlt man die Luft nun ab, erreicht man einen Punkt, an dem die momentan enthaltene Wassermenge gleichzeitig die maximal mögliche ist. Die relative Luftfeuchtigkeit beträgt dann 100% (absolute Feuchtigkeit = maximale Feuchtigkeit). Diesen Punkt nennt man dann Taupunkt. Würde man die Luft weiter abkühlen, würde Wasser als Kondensat ausfallen.Bei Verwendung von unkomprimierter Luft, also unter atmosphärischen Bedingungen spricht man hier vom atmosphärischen Taupunkt, bzw. nur Taupunkt. Für Anwendungen in der Pneumatik wird aber komprimierte Luft verwendet, deshalb muss hier der Drucktaupunkt verwendet werden.

Kondensat

Bei der Verdichtung von Luft fällt ebenfalls Wasser als Kondensat aus. Das ist so, weil Luft an sich komprimierbar ist, Wasser aber nicht. Ähnlich einer Obstpresse, drückt man also beim Komprimieren das Wasser aus der Luft heraus. Nach dem Verdichten beträgt die relative Luftfeuchtigkeit 100%. Beide Vorgänge zum Ausscheiden von Wasser in Form von Kondensat – das Abkühlen und das Verdichten von Luft – werden zur Trocknung von Druckluft genutzt. Anfallendes Kondensat muss in jedem Fall fachgerecht entsorgt oder aufbereitet werden, da es je nach Umgebungsbedingungen mehr oder weniger schwer mit Schadstoffen belastet ist. Bei der Aufbereitung müssen gesetzliche Vorschriften und Grenzwerte beachtet werden. Deshalb werden zur Aufbereitung Öl-Wasser-Trenner empfohlen (z.B. von der Firma BEKO). Mit diesen lassen sich die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Ansonsten muss die Entsorgung oder Aufbereitung von einer Fachfirma durchgeführt werden.

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