Die unterschiedlichen Ventilarten werden auf dem Markt als reale Produkte in ganz verschiedenen Ausführungen angeboten. Diese Ausführungsarten haben weniger etwas mit dem Funktionsprinzip zu tun, als vielmehr mit der mechanischen
Ausführung der Anschlüsse und den Schalteigenschaften. Im Folgenden werden die wichtigsten Unterschiede verdeutlicht.
Diese Anschlussart ist für einzeln verwendete oder einzeln montierte Ventile interessant. Ohne Zusatzkosten für eventuelle Anschlussplatten benötigen sie einen kleinem Bauraum und können z.B. direkt an einem Antrieb angebracht werden.
Allerdings benötigt man eben auch für jedes einzelne Ventil die Druckluftver- und -entsorgung sowie bei elektrisch betätigten Ventilen die entsprechenden Magnetspulen.
Alternativ dazu gibt es die Halbmuffenventile. Bei diesen sind die Arbeitsanschlüsse 2 und 4 ebenfalls direkt am Gehäuse anschließbar, aber die Anschlüsse 1, 3 und 5 werden über eine Anschlussplatte mit dem Ventil verbunden.
Wie bei den Halbmuffenventilen bereits erwähnt, gibt es die Möglichkeit, die Luftanschlüsse an einem Ventil auch mit Hilfe einer Anschlussplatte zu realisieren. Durch diese Platte ergeben sich andere Montagemöglichkeiten,
bei denen die Luftanschlüsse 1, 3 und 5 seitlich vom Ventil liegen.
Einige kleine Ventile werden ausschließlich mit einer Anschlussplatte hergestellt, um für das Ventil selbst günstigere Bauformen und Größen zu erreichen.
Anschlussplatten gibt es für einzelne und für mehrere Ventile. Werden auf eine Mehrfachanschlussplatte mehrere Ventile montiert, spricht man von der Batteriemontage.
Manche Anschlussplatten werden auch als PRS-Leisten bezeichnet. Das hängt damit zusammen, dass die Anschlussplatten oder -leisten die Anschlüsse 1, 3 und 5 zusammenfassen. Diese wurden bis vor einiger Zeit noch mit den Buchstaben P (1),
R (3) und S (5) bezeichnet. Theoretisch müssten diese Platten also als 1-3-5-Platten bezeichnet werden.
Das Umschalten der elektrisch betätigter Ventile aus der Grundstellung in eine Arbeitsstellung kann in zwei Varianten erfolgen:
Zum einen kann das Umschalten und das Beibehalten durch eine permanent angelegte Spannung erfolgen. Die Schaltstellung (nicht die Grundstellung) wird jedoch nur solange erhalten, wie die Spannung am Betätigungselement anliegt.
Fällt die Spannung ab, so schaltet das Ventil in die Grundstellung zurück.
Zum anderen kann das Umschalten durch einen kurzen Schaltimpuls erfolgen. Die Spannung am Betätigungselement kann danach wieder abfallen – die neu eingenommene Schaltstellung bleibt jedoch erhalten.
Ventile, die lediglich einen Schaltimpuls zum Ändern der Schaltstellung benötigen und nach dem Abfallen des Schaltimpulses diese Schaltstellung auch beibehalten, werden als Impulsventile bezeichnet.
Der Vorteil der Impulsventile liegt im geringen Energiebedarf. Dieser entsteht jeweils nur im Moment des Schaltens. Bedacht werden muss aber auch, dass solche Ventile z.B. bei einem Energieausfall ihre gerade erreichte Schaltstellung beibehalten.
Bei manchen Anlagen ist es aber durchaus wünschenswert, wenn in solch einer Situation eine Referenzposition – in diesem Fall die Grundstellung des Ventils – eingenommen wird.
Im Schaltbild lässt sich anhand der Betätigungselemente erkennen, ob es sich um ein Impulsventil handelt. Diese haben keine Rückstellfedern, sondern ausschließlich elektrische Magnete.
Schaltbild eines Impulsventils
Zwei Magnete liefern einen Hinweis auf ein Impulsventil.