Air Supply     Produktwissen     2.3. Filter
Filter

Grundvarianten
Grundsätzlich bietet die Festo AG & Co. KG die Filter in drei Grundvarianten an:

· Kombination mit einem Druck-Regelventil (LFR-...)
  mit Filterfeinheiten von 5 und 40 µm
· Einzel- oder Kombinationsgeräte innerhalb der Wartungsgerätereihen
  mit Filterfeinheiten von 0,01 und 1 µm
· Einzelgeräte als Fein- oder Feinstfilter
  mit Filterfeinheiten von 0,01 und 1 µm.























Die Geräte mit 5 und 40 µm Feinheit sind eigentlich eine Mischung aus Zyklonabscheider und feinem Vorfilter. Die am Versorgungsanschluss ankommende Druckluft wird zunächst nach unten geleitet und dabei an einem Wirbeleinsatz | 1 | – der Form nach ein Wind- oder Turbinenrad – vorbeigeleitet. Dabei wird die Luft in schnelle Rotation versetzt und gröberer Schmutz sowie Wasser und Öl durch die Fliehkraft an die Auffangschale | 4 | geschleudert. Anschließend durchströmt die Luft den Filtereinsatz | 2 | von außen nach innen, dann nach oben und letztlich wieder in waagerechter Richtung zum Arbeitsanschluss hinaus.Die Filtereinsätze sind durch Auswaschen einige Male regenerierbar.

Die Fein- und Feinstfilter innerhalb der Wartungsgeräte-Baureihen und auch als Einzelgeräte sind Mikrofilter. Sie haben jedoch einen ganz ähnlichen Aufbau wie die oben beschriebenen – mit zwei Unterschieden: es gibt keinen Wirbeleinsatz und die Filtereinsätze werden von innen nach außen durchströmt. Siehe auch Erläuterungen zu den Mikrofiltern im Kapitel "Druckluffilter" Alle Filter verfügen an der Unterseite über einen Kondensatablass, um angesammeltes Kondensat von Zeit zu Zeit abzulassen. Dieser Ablass kann auf zwei Arten betätigt werden: manuell oder automatisch.

Kondensatablass
Der Aufbau des manuellen Ablasses ist denkbar einfach. Am unteren Ende der Auffangschale | 2 | ist lediglich eine Verschlussschraube angebracht, die man zum Ablassen öffnet und dann wieder schließt. Der automatische Ablass hingegen bedarf einer näheren Erläuterung seiner Funktion.


Automatischer Kondensatablass

1 Schutzkappe             2 Auffangschale
3 Schutzkorb                4 Ventilbetätigung
5 Ventil                           6 Schwimmer
7 Automatikkolben      8 Kondensat
9 Ablassdichtung         10 manuelle Betätigung

Das Kondensat tropft von oben herab auf die Schutzkappe | 1 | , die eine Verschmutzung bzw. das Verstopfen des Ventils | 5 | verhindern soll, oder läuft an der Innenwand der Filterschale | 2 | herunter und sammelt sich dann im unteren Teil der Schale. An der Darstellung ist bereits zu erkennen, dass einerseits immer eine geringe Restmenge an Kondensat | 8 | in der Schale verbleibt. Andererseits ist eine Mindestmenge an Kondensat erforderlich, um den Ablass in Funktion zu bringen.



Manueller Ablassvorgang am automatischen Ablass


Der automatische Kondensatablass kann auch manuell betätigt werden. Dazu wird die manuelle Betätigung | 10 | nach oben geschoben. Dadurch wird der innere Schieber mit der Ablassdichtung | 9 | soweit nach oben gebracht, dass das Kondensat zwischen der Ablassdichtung und dem Automatikkolben | 7 | abfließen kann. Nach dem Loslassen der manuellen Betätigung sorgt die Rückstellfeder für das Schließen des Ablasses.


Automatischer Ablassvorgang

1 Innenraum der Filterschale ( steht unter Druck )
2 innerer Druckraum des Automatikkolbens
3 Feder
4 Ablassdichtung
5 Düseneinsatz

Beim automatischen Ablassvorgang bewirkt das Ansammeln des Kondensats ein Anheben des Schwimmers | 6 |. Ist dies weit genug geschehen, öffnet die Ventilbetätigung | 4 | das Ventil. Es ist nun wichtig zu wissen, dass die Filterschale während des Betriebs unter Druck steht. Dieser Druck dringt durch das Ventil in den inneren Druckraum des Automatikkolbens ein und bewirkt zusammen mit der Feder | 3 | eine schnelle Abwärts- und damit Öffnungsbewegung des Automatikkolbens – das Kondensat fließt ab. Durch das abfließende Kondensat und den damit sinkenden Schwimmer wird das Ventil mit Hilfe der Ventilbetätigung wieder geschlossen. Gleichzeitig und auch nach dem vollständigen Schließen des Ventils baut sich der Druck im Automatikkolben über eine kleine Öffnung im
Düseneinsatz | 5 | langsam wieder ab. Ist dieser dann gering genug, bewirkt das von unten drückende (unter Druck stehende) Kondensat die Aufwärtsbewegung des Automatikkolbens und damit das Schließen der Ablassdichtung | 4 |.

Auswahlkriterien für Filter

Baugröße/ Durchfluss:          siehe Katalog
Druckbereich:                          siehe Katalog
Art des Kondensatablasses: manuell: 1 - 16 bar
                                                     automatisch: 1,5 - 12 bar
Filterfeinheit:                            0,01/ 1/ 5/ 40 µm
Filterwirkungsgrad:                 siehe Katalog
Restölgehalt:                            siehe Katalog





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