Druckventile beeinflussen den Druck, der an einer Anlage zur Verfügung stehen soll. Die Beeinflussung kann dabei auf drei verschiedene Arten erfolgen, für die es folgende Ventile gibt:
· Druckregelventile,
· Druckbegrenzungsventile,
· Druckfolgeventile und
· Differenzdruckventile.
Druckregelventile
Diese Ventile haben die Aufgabe, einen erforderlichen Druck für eine Anlage nach oben auf einen eingestellten Wert zu begrenzen und unabhängig vom Eingangsdruck konstant zu halten.
Bei diesen Ventilen wird mit einer Hauptfeder auf eine Membrane eine Kraft ausgeübt. Diese Kraft ist durch das Drehen an einem Handknauf verstellbar. In der Mitte der Membrane befindet sich ein Dichtungselement, das durch die eingestellte Kraft der Hauptfeder und der Feder des Reglerkolbens zunächst dichtend auf der Stirnseite des Reglerkolbens aufsitzt.
Durch das Verstellen der Hauptfeder wird der Reglerkolben nach unten gedrückt und gibt dadurch den unteren Dichtungssitz frei, während die Stirnseite des Reglerkolbens weiterhin das Dichtungselement in der Membrane verschließt.
Damit ist der Durchfluss vom Druck- zum Arbeitsanschluss zum Be- und Entlüften der Anlage frei. In dieser Stellung werden kleine Druckschwankungen durch leichte Bewegungen des Reglerkolbens und die damit verbundene Änderung des
Durchflusses am unteren Dichtungssitz ausgeglichen.
Steigt der Druck am Arbeitsanschluss über den eingestellten Arbeitsdruck hinaus, erzeugt dieser an der Unterseite der Membrane eine Kraft, die die Membrane nach oben und die Hauptfeder deutlich zusammendrückt.
Durch seine Feder bewegt sich der Reglerkolben nach oben und verschließt den unteren Dichtungssitz vollständig, erreicht aber den Dichtungssitz in der Membrane nicht mehr.
Die Luft entweicht nun durch das Dichtungselement in der Membrane und eine Entlüftungsbohrung am Gehäuse des Druckluft-Regelventils. Diesen Vorgang nennt man Sekundärentlüftung.
Neben dem dargestellten Funktionsprinzip gibt es noch andere Ausführungen, die im Abschnitt "Druckluftaufbereitung" genauer beschrieben sind.
Bei Abfall des Druckes am Druckluftanschluss unter einen eingestellten Wert reagiert dieses Ventil jedoch nicht. In diesem Fall sinkt der Druck am Arbeitsanschluss ebenfalls.